"Die Katze"
„Die Katze“
Von Alexandra Kanobel
26.4.2026
Ich schloss die Tür zu meinem Geschäft,
- einem Süßwarenladen -
dachte nach über den letzten Kunden,
der mir ein Lächeln aus Pappe daließ,
als Leihgabe, wie er sagte,
bis ich mein eigenes wiederfände.
Ich ging, bei Mondenschein, nach Hause,
als ich an einem Fenster
mit einer Katze
vorbeikam.
Die Katze, nach Katzenart,
machte einen Buckel
und streckte sich.
Ich griff an die Fensterscheibe,
stellte mir vor die Katze zu berühren,
doch das Glas war kalt.
Die Katze, jedoch,
strich am Fenster entlang,
ließ nicht ab von meiner Hand.
Plötzlich verschwand sie,
ich schwieg.,
traurig das weiche Fell der Katze
nicht berührt zu haben.
Da hörte ich,
in kurzer Entfernung,
ein Maunzen.
Zwei Fenster weiter saß die Katze
bei offenem Fenster,
hinter einem engen Gitter
und sah mich erwartungsvoll an.
Ich ging wenige Schritte,
hob erneut meine Hand.
und streichelte die Katze.
Ich blieb wohl eine halbe Stunde,
bis ich nach Hause ging.
Von nun an ging ich jeden Tag zu ihr,
vor und nach der Arbeit,
verbrachte meine Zeit
vor dem Fenster,
um ihr nahe zu sein.
Nach drei Wochen,
es war eine besonders warme Nacht,
setzte ich mich unter das Fenster.
und schlief unter der Katze ein.
Am nächsten Morgen,
als ich aufwachte im Sonnenschein,
lächelte ich,
denn ich fühlte die Wärme der Sonne
in mir.
Ich stand auf,
läutete an der Haustür,
als eine Frau die Tür öffnete.
Die Wohnung war erleuchtet von der Sonne.
Die Katze saß am Fenster und schlief.
Als sie mich sieh, hob sie freudig den Kopf.
Ich fragte und durfte die Katze streicheln.
Ich kam jeden Tag,
freundete mich mit der Familie an,
die dort wohnte.
Es war am letzten Tag des Monats,
dass der Kunde wiederkam,
der mir das Papplächeln geschenkt hatte.
Ich war an dem Tag zu spät,
um das Geschäft zu öffnen,
er sah mich die Straße hinaufhetzen.
Als ich ihn sah, begrüßte ich ihn mit einem Lächeln,
er lächelte zurück, erkundigte sich nach meinem Empfinden.
An dem Tag gab ich ihm das Papplächeln zurück.
Nachdem er das Geschäft verlassen hatte,
bemerkte ich, es lagen Krähenfedern am Boden.
Wer auch immer der ältere Mann gewesen war,
von nun an wusste ich wieder zu lächeln.
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