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"Zukunftsvisionen"

  "Zukunftsvisionen" Von Alexandra Kanobel 20.10.2026 Ihre Haut besteht aus Salz Brocken um Brocken bricht sie               davon los sammelt selbst die Brösel auf, um damit zu werfen in die Münder derer, will sie               davon kosten lassen, will sich befreien von diesem selbst würzt damit was ihr scheint zu schal vom Geschmack es ist der richtige Zeitpunkt für das Skelett um nach den Sternen zu streben, ist das richtige Wetter um den Saft der Fasern fließen zu lassen, den Geist sprießen in               die Welt hinaus und zu knüpfen den Zopf - immerdar und immerfort.

"Zur Blutbuche"

  "Zur Blutbuche" Von Alexandra Kanobel 2026 Der Wind rauscht durch die Äste des Baumes, - Zweige biegen sich Blätter rascheln -, doch sie hört es nicht! Sie? Sie atmet, sie atmet! denkt so klar in dieser dunklen Nacht muss es, muss diese Nacht zelebrieren, wo kein Stern am Himmel scheint (?) immer heftiger rauscht der Wind sie tanzt, sie tanzt läuft durch das All schnalzt mit der Zunge, summt diese Melodie des Lebens und der Nacht, während sie Teilchen unter Teilchen ist.

"Die Bohne"

  "Die Bohne" Von Alexandra Kanobel 2026 Auf einer Bohne zwischen den Zähnen hart und trocken kaut die Dichterin herum, - wie ein Hund auf seinem Stock -, sie biegt ihre Wörter um die Rundungen der Bohne schleift sie bis zum Glanz bis sie ihr brüchig gewordenes Werkzeug ausspuckt und den Tönen des Windes zuhört.

"Atmung"

  „Atmung“ Von Alexandra Kanobel 2026   Mit deiner Berührung schlug mein Herz wie der aufkommende Sturm also feilschte ich auf dem Bazar um Sauerstoff endlich verkaufte mir die Alte mitleidig davon und ich atmete auf, als ich dich kommen sah.

...und atme.

  ...und atme. Von Alexandra Kanobel 2026 Ich gehe links, rechts, mitte bin über, unter laufe, laufe, um Dich zu sehen immer und immer weiter links, rechts, mitte durch die Straßen atemlos denke nur an dein Gesicht, deine Hände, deine Stimme, wenn sie      gegen meine Haut trifft durch Alleen und Straßen, Märkte und Gassen die Zeit verrinnt schnell oder bin ich es, die zerfließt, all die Gedanken an dich so sehnend, so voller Liebe, ich bleibe stehen und atme.

"Legende"

  "Legende" Von Alexandra Kanobel 2026 Zitronen sind in deinen Augen während ich mich wieder glattbügle so glatt dass ich zwischen Boden und Plafond passe mit all den meine Geschichte erwähnenden Büchern,   Wolken erscheinen ich stelle das Bügeleisen ab zerstampfe den Boden,   in meiner Konstruktionstheorie gibt es dich nicht mehr.

"Rose buds"

  "Rose buds" By Alexandra Kanobel 2026 What happens to the words one starts to forget? When looking at a star becomes vacuous and you feel like a fresh lemon being squeezed into the seemingly ever excisting juice? When looking at a book for words you don't possess anymore, becomes interesting, again? and you feel there is more in the realm of denomination like that? I wish she would just forget to forget, the way she forgets the once and again told stories, the already added salt to the soup or if taken the prescription medicine. I thought a dog that barks at the stars just doesn't stop its soundmaking, because they are too far away for him to reach. She barks, yes, but it has become of a different kind - without teeth. Drinking the bitter ending juice, - being prepared by the one stranger -, throughout the seasons didn't just make her, our family a better being, it just made us understand the neutral cruelty of sickness & time.