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Es werden Posts vom März, 2026 angezeigt.

"Seufzer"

  "Seufzer" Von Alexandra Kanobel 2026 Halte mich mit den Tiefen deines Atems, Wenn wir beide auf der Erde wandeln, Wenn das spärliche Licht nachts in unsere Augen fällt, Und wir den Blutberberritztag überstanden Ständig aneinander klammernd die Angst vor der Einsamkeit leise kreischt.

Ich liebe deine Knospen

"Ich liebe deine Knospen" Von Alexandra Kanobel 3.2026 Ich liebe deine Knospen, die, mit Zeit und Ziel, sprechen über das vielbesagte Wetter dass sich jeden Tag ändert,   die über Fühlen sprechen, manche Gefühle, die davon wehen, andere legen sich zu mir schlafen, oder wenn du beim Fenster stehst, den Tag verpassend, nachdenkend, und diese, die wie Schmetterlinge fliegen, das sind mir die Liebsten, obwohl nicht die Interessantesten.   Ich liebe deine Knospen, die sich bei Regen scheuen und bei Sonnenschein entfalten, die dem Wind trotzen und die, dem Leben zusehend, selbst Leben erschaffen. 

Das vielbestiefelte Herz

  Das vielbestiefelte Herz Von Alexandra Kanobel 3.2026   Das Herz, es trägt so manchen Stiefel, mit dem es geht im bunten Leben hat mehr als tausendundein Siegel, stetig werden Gefühle verwebt.   Es kennt die vielverzweigten Straßen, von Freude, Trauer und von Liebe sah Menschen jubeln, Menschen hassen, Menschen atmen Luft ein wie Diebe, nur manche bewusst dem Endlichen.   So trug das Herz schon viele Stiefel manche passend, andere schmerzend, mit glatter Sohle und mit Profil, geputzt und dessen wieder versäumt, braune, schwarze, blaue, violette, rote, gelbe, grüne, graue.   Das Herz, es ging so viele Wege, bei Sonnenschein und bei Regen, auf Asphalt und in Wiesen, im Wald, doch immer hieß es: lebe, liebe.

Stagnation

  "Stagnation" Von Alexandra Kanobel 3.2026 Eine kleine Schnecke kroch an mir vorbei Als ich übers morgen nachdachte, Und Pläne schmiedete, so viele für zwei Die Schnecke kroch zu einer Erdbeere hin Und ich dachte und dachte Während die Schnecke aß und aß. 

Feige Ohren

"Feige Ohren" Von Alexandra Kanobel 3.2026 Feige Ohren hatte ich gehabt Immer wieder betete ich: "Ich will es nicht hören! Ich will es nicht wissen!" Nun ist die große Welt da draußen kleiner als die Leere in mir, Die meine Ohren mir erschufen. Zehn Jahre,  - Ein Jahrzehnt -, Hörte ich nicht Den Leuten beim Gerede zu, das es nicht gab. Zu viel Angst Vor Spott, den es nicht gab. Die Krankheit wütete in mir, stürzte mich in einen Traum. "Nein! Ich will es nicht hören! Ich will es nicht wissen!" Nun? Nun höre ich nichts mehr, Die Stimmen sind verschwunden, Gegangen ihren eigenen Weg, wie Wanderer auf einer Weggabelung. In mir bleibt das Unwissen Von einem verpassten Jahrzehnt!