Der frische Wind

"Der frische Wind"

Von Alexandra Kanobel

2025


Der frische Wind weht durch Straßen,

durch Gassen

und hin über die Felder,

herein in die Häuser kommt er nur zu Besuch

wirbelt so manches Blatt auf

nippt am Getränk, kühlt das Essen

erfüllt die Zimmer mit dem Herbst;


ich kann es nicht lassen,

folge dem Patron hinaus

auf die Straßen, auf die Gassen

und hin zu den Feldern;


ich möchte ihn haschen,

möchte ihn greifen

doch er wirbelt nur um mich herum,

bläßt in mein Haar

will es formen

bis mir der Kopf schmerzt;


noch einmal sehe ich mich um,

sehe das Gras, dass sich biegt,

hin und her,

ebenso der Bäume Kronen, die laut rascheln,

der Schafe Fell, dass dem Wind Einhalt gebietet

und der kleine Fluss,

kaum mehr als ein Rinnsal,

der vor sich hinplätschert, unbeeindruckt.





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