"Beziehung" Von Alexandra Kanobel 2025 Wir stehen uns gegenüber, jeder im eigenen Fenster, durch die Gasse geteilt, sehen uns an. Er blinzelt - kurz. Er ist es nicht. Ich verlasse das Haus, gehe in die Volksoper. Ich stehe auf dem Balkon der Volksoper, sehe zum Haus rechts, sehe zum Haus links. Da steht jemand, sieht zu mir. Wir sehen uns an. Er hustet. Er ist es nicht. Ich verlasse die Volksoper, gehe Nachhause. In der Wohnung stehe ich bei dem Fenster zur Straße, sehe hinaus. Ein Mann sieht gebeugt zum Fenster heraus. Er sieht mich nicht an. Ich warte. Er ist es nicht. Ich verlasse abermals das Haus, steige in die Straßenbahn, fahre durch die Stadt. Ich sitze allein, vor mir sitzt ein Mann, davor eine Frau. Dahinter verschwimmt es. Er hustet. Ich seufze. Er ist es nicht. Ich fahre in die Nacht.
"Die Träumerin" Von Alexandra Kanobel 2025 Sende Träume durch des Meeres Wellen in die Welt gehe durch das Gras, laufe, wie es dir gefällt, mag auch Regen kommen, sieh empor und trinke alles was du einst erdacht nun in dich sinke.
„Liebesgedichte“ Von Alexandra Kanobel 6.6.2026 I: In deinen Armen jede Sekunde zählend deine Augen deine Stimme bist du schön! Könnte ich nur verweilen! Könnte ich nur verweilen! an diesem Teich wo du sitzt und ins Wasser siehst, nachdenklich mein Spiegelbild suchst, die ich neben dir gewesen. Doch ich, ich bin fortgegangen, musste!, um zu tanzen, um zu atmen, zu atmen. II: In meinen Gedanken siehst du mich an, ach, ich fühle mich wie auf Wolken, wenn ich an dich denke! Doch du, du tanzt immer noch um diese Rose und ich, ich verweile in Gedanken mit dir. III: Ich schaue auf das Land, auf den Weg, den ich gekommen bin du winkst mir zu. Nun bin ich wieder allein auf dieser Strecke. Aber wir sehen uns wieder einmal im Sommer, zwei Mal im Winter, dazwischen Briefe mit abertausend Worten, wo du mir schreibst was du siehst, wenn ich nicht da bin und ich dir schreibe, was ...
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